Faschismus und Kommunismus versus Liberalismus

Mit der CDU will ich nichts zu tun haben.

— Angela Merkel (Bundeskanzlerin, 1990)

Faschismus und Kommunismus versus Liberalismus

„Vor 1914 mussten selbst die hartnäckigsten und erbittertsten Feinde des Liberalismus sich damit abfinden, dass viele liberale Grundsätze unangefochten blieben. Selbst in Russland, wo nur wenige schwache Strahlen des Liberalismus eingedrungen waren, mussten die Anhänger des zaristischen Despotismus bei der Verfolgung ihrer Gegner noch auf die liberalen Meinungen Europas Rücksicht nehmen; und während des Weltkrieges mussten die Kriegsparteien in den kriegführenden Nationen bei allem Eifer noch eine gewisse Mäßigung in ihrem Kampf gegen die innere Opposition üben. …………….

Die Parteien der Dritten Internationale halten jedes Mittel für zulässig, wenn es ihnen im Kampf zur Erreichung ihrer Ziele zu helfen verspricht. Wer nicht bedingungslos alle ihre Lehren als die einzig richtigen anerkennt und durch dick und dünn zu ihnen steht, hat ihrer Meinung nach die Todesstrafe auf sich gezogen; und sie zögern nicht, ihn und seine ganze Familie, einschließlich der Kinder, auszurotten, wann und wo immer es physisch möglich ist. ……….

Was die liberale von der faschistischen politischen Taktik unterscheidet, ist nicht eine Meinungsverschiedenheit über die Notwendigkeit des Einsatzes von Waffengewalt gegen bewaffnete Angreifer, sondern ein Unterschied in der grundsätzlichen Einschätzung der Rolle der Gewalt im Kampf um die Macht. Die große Gefahr, die der Innenpolitik von Seiten des Faschismus droht, liegt in seinem uneingeschränkten Glauben an die entscheidende Kraft der Gewalt. Um den Erfolg zu sichern, muss man vom Siegeswillen beseelt sein und immer gewaltsam vorgehen. Das ist sein oberstes Prinzip. Was aber geschieht, wenn der Gegner, ebenfalls vom Siegeswillen beseelt, ebenso gewalttätig vorgeht? Das Ergebnis muss eine Schlacht sein, ein Bürgerkrieg. Aus solchen Konflikten wird letztlich die zahlenmäßig stärkste Fraktion als Sieger hervorgehen. Eine Minderheit – auch wenn sie sich aus den fähigsten und tatkräftigsten Personen zusammensetzt – kann sich auf Dauer nicht gegen die Mehrheit durchsetzen. Die entscheidende Frage bleibt also immer: Wie erlangt man eine Mehrheit für die eigene Partei? Dies ist jedoch eine rein intellektuelle Angelegenheit. Es ist ein Sieg, der nur mit den Waffen des Verstandes errungen werden kann, niemals mit Gewalt. Die Unterdrückung jeder Opposition durch bloße Gewalt ist ein höchst ungeeignetes Mittel, um Anhänger für die eigene Sache zu gewinnen. Der Rückgriff auf nackte Gewalt, d.h. ohne Rechtfertigung durch intellektuelle, von der öffentlichen Meinung akzeptierte Argumente, verschafft denjenigen, die man damit bekämpfen will, nur neue Freunde. In einem Kampf zwischen Gewalt und einer Idee siegt immer die letztere…..

Dass ihre Außenpolitik, die auf dem erklärten Prinzip der Gewalt in den internationalen Beziehungen beruht, unweigerlich zu einer endlosen Reihe von Kriegen führen wird, die die gesamte moderne Zivilisation zerstören müssen, bedarf keiner weiteren Diskussion. Um das gegenwärtige Niveau unserer wirtschaftlichen Entwicklung zu erhalten und weiter zu steigern, muss der Frieden zwischen den Nationen gesichert werden. Aber sie können nicht in Frieden zusammenleben, wenn die Ideologie, nach der sie regiert werden, von dem Glauben ausgeht, dass die eigene Nation ihren Platz in der Gemeinschaft der Nationen allein durch Gewalt sichern kann.“

Ludwig von Mises (Liberalismus)

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