Bretton Woods und der US-Dollar

Ohne den Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, die Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr.

— Alan Greenspan

Bretton Woods und der US-Dollar

„Sie verankerten den Glauben an die Werthaltigkeit des Dollars zusätzlich durch dessen Bindung an die Goldreserven der USA, die damals mehr als die Hälfte der Weltbestände umfaßten. Wir vor dem Ersten Weltkrieg das britische Pfund die Unwahrscheinlichkeit massenhaften Vertrauens zu Papiergeldwährungen mit Hilfe der Golddeckung kompensiert hatte, die dem stets skepsis-anfälligen Wertglauben den Rücken stärkt, sollte nun der US-Dollar dieses konstitutive Wunder wiederholen: Indem er den Geldwertglauben mit dem Machtglauben und dem Goldfetischismus zusammenschloß, stellte er – für zwei glorreiche Jahrzehnte – nicht weniger als ein säkulares Äquivalent zu dem religiösen Konzept der Unfehlbarkeit dar. Wenn je eine höhere Wirklichkeit namens ‚Wert‘ existiert hatte, offenbarte sie sich in der Autorität des Dollars, besichert durch die Arsenale der Weltmacht und ihre von Barren überquellenden Tresore.“

Peter Sloterdijk (Die schrecklichen Kinder der Neuzeit)

 

Und dann kamen die vielen Kriege der Amerikaner: Vietnam, Korea u.v.a.m; da dafür viel mehr Geld gedruckt wurde als Gold vorhanden war, verschwand das Vertrauen in den Dollar und Richard Nixon (aka ‚Tricky Dick‘) hob die Golddeckung im Jahr 1971 auf.

 

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