Die Strategie der Linken zur Machtergreifung und zum Machterhalt

Manchmal frage ich mich, ob die Welt von klugen Menschen regiert wird, die uns zum Narren halten, oder von Schwachköpfen, die es ernst meinen.

— Mark Twain

Die Strategie der Linken zur Machtergreifung und zum Machterhalt

„Wer Macht erringen und behalten will, muß diese Macht legitimieren. Sie ist nämlich Macht über seine Mitmenschen. Sie bricht irgendwann zusammen, wen die Mitmenschen nicht mehr an ihre Berechtigung glauben.

Menschen mögen keine Herrscher aus eigener Machtvollkommenheit. Darum herrschten frühere Könige von Gottes Gnaden. Das verlieh ihrer Macht eine höhere Weihe und Legitimation. Wer anderen Befehle geben will, muß darum vorgeben, seine Herrschaft stehe in unbedingtem Einklang mit universalen Gesetzen des Seins. Wer herrschen will, muß einer höheren Sache zu dienen vorgeben. Den erweckten Glauben daran nennt man eine Herrschaftsideologie.“

Klaus Kunze

 

„Als die Linke der Nachkriegszeit an die Macht strebte, propagierte sie ein komplexes ideologisches Konstrukt. Friedrich Engels hatte behauptet, historisch führe gesetzmäßig ein Weg von der kommunistischen Urgesellschaft über die Erfindung des Privateigentums, die Ausbeutung der Menschen und die Verarmung der Arbeiterklasse ‚naturnotwendig‘ zur Revolution und schließlich zur klassenlosen Gesellschaft. In der DDR bildete das die offizielle Herrschaftsideologie. In den Augen der meisten Opfer wurde sie spätestens durch den Zusammenbruch des Ostblocks seit 1989 widerlegt.

Die vor Schreck eine Zeitlang sprachlos gewordene Linke mutierte. Sie ersetzte ihre Ideologie der Machtgewinnung und ihres Machterhalts durch eine andere. Diese neue Herrschaftsideologie besteht in einem rigiden Moralismus, der ein und dieselben inhaltlichen Ziele anstrebt wie zuvor der Marxismus. Gewechselt hat lediglich die metaphysische Letztbegründung. An die Stelle des historischen Materialismus trat der Glaube an einen spezifischen Moralismus.

Bereits der Marxismus war angetreten mit dem ‚humanistischen‘ Versprechen, die Menschen durch Aufhebung ihrer ‚Entfremdung‘ durch die Produktionsverhältnisse frei und glücklich zu machen. Dieses Glücksversprechen hält der postmarxistische linke Moralismus aufrecht. Standen der Verheißung aus marxistischer Sicht noch die Widersprüche von Kapital und Arbeit mitsamt ihrer Entfremdung des Menschen von seinen eigenen Werken entgegen, heißen die Erzschurken des neuen Moralismus: Kapitalismus, weißer Rassismus, Frauenunterdrückung oder Sexismus.

Sie gilt es zu zerstören. Die geistige Zersetzung bedient sich der Waffe des Moralischen: Die Erzschurken werden moralisch angeprangert. Es folgt ihre geistige Dekonstruktion, indem ihre Grundannahmen und Wertbegriffe als bloße Konstruktion dargestellt werden. Begriffe wie Ehe, Familie oder Demokratie wereden uminterpretiert, bis sie das Gegenteil besagen. Seien sie erst einmal überwunden, werde sich gewiß ein Zeitalter der Harmonie, des Friedens und der Mitmenschlichkeit ganz von selbst einstellen.“

Klaus Kunze

 

„Der Hypermoralismus ist .. nicht politisch neutral, sondern wir kennen ihn vor allem .. aus dem linken oder linksliberalen Lager. Er ist der Versuch, die Gesellschaft anhand linker Ordnungsvorstellungen und eines weitestgehend links konnotierten Menschenbildes auszurichten und hat seine Wurzeln in der 68er-Bewegung und in der kulturellen Hegemonie, die in einigen Teilen der Gesellschaft zumindest dieser Linksliberalismus inzwischen erlangt hat.“

Alexander Grau (Philosoph)

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