Steht das Ende der Dollar-Währungshegemonie bevor – sobald eine alternative Reservewährung entsteht?

Nimm vom Staat das Recht weg, was bleibt dann als eine große Räuberbande?

— Hl. Augustinus von Hippo (Kirchenlehrer)

Steht das Ende der Dollar-Währungshegemonie bevor – sobald eine alternative Reservewährung entsteht?

„Die Dollarreserven steigen auf ein Niveau, das für einen friedlichen Austausch völlig unnötig ist. Die Preise beginnen immer schneller zu steigen. Dann stellt ein Reformkonsortium ein Team zusammen, um eine Alternativwährung anzubieten. Warum, so könnte man fragen, ist das ein Problem für den Dollar und die Dollar-Nutzer?

Die Weimarer Republik: Eine Lektion in Sachen Angebot und Nachfrage

Eine erfolgreiche alternative Reservewährung würde die Nachfrage nach Dollars verwässern. Wenn die Nachfrage nach Dollars sinkt, muss der Preis des Dollars fallen, bis das Angebot sinkt. (Ein Rückgang des „Preises“ des Dollars ist nur ein anderer Ausdruck dafür, dass die Kaufkraft des Dollars sinkt – d. h. es werden mehr Dollar benötigt, um die gleichen Waren und Dienstleistungen zu kaufen.) Durch den unverantwortlichen Gebrauch des magischen Scheckbuchs haben Sie sich verpflichtet, eine Vielzahl von Ansprüchen zu finanzieren, wie z. B. Sozialversicherung, Medicare und den militärisch-industriellen Komplex, der bei weitem der größte ist. Politisch dürfte es fast unmöglich sein, eine dieser drei Ausgabenkategorien in dem Maße zu kürzen, wie es nötig wäre, um den Kaufkraftverlust des Dollars aufzuhalten.

Die Welt hat dies alles schon einmal erlebt, und zwar nicht nur in weniger entwickelten Ländern wie Simbabwe. Die USA werden sich in der gleichen Falle wiederfinden wie die deutsche Weimarer Republik nach dem Ersten Weltkrieg. Die Reichsbank, die deutsche Zentralbank, druckte Papiermark, um mächtige Wählergruppen in Deutschland zu beschwichtigen. Als die Reichsbank mehr Geld druckte, sank die Kaufkraft der Papiermark. Und hier lag die Falle. Steigende Preise veranlassten mächtige Wählergruppen, Lohnerhöhungen und Sozialleistungen zu fordern. Industriegewerkschaften, Staatsbedienstete, Sozialhilfeempfänger, Rentner, deren Ersparnisse dezimiert wurden – sie alle forderten mehr Geld. Streiks und Gewalt wurden endemisch. Also druckte die Reichsbank mehr Geld … was natürlich nur zu höheren Preisen und einer weiteren Runde von Lohnerhöhungen führte … was zu noch höheren Preisen führte, bis die Papiermark mehr als Tapete denn als Geld wert wurde.“

Patrick Barron (November 2022)

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