„Wir erleben, wie ein Trend zu einem neuen, spezifisch postmodernen Totalitarismus aufzieht..
Spezifisch postmodern ist hieran zunächst, dass wir es im Unterschied zum alten sozialistischen Totalitarismus kommunistischer oder nationalsozialistischer Prägung nicht mehr mit einem großen Narrativ zu tun haben, das ein absolutes Gut postuliert: das Endziel der Geschichte in der klassenlosen oder reinrassigen Gesellschaft, das durch angebliche wissenschaftliche Erkenntnisse in Form materialistischer oder biologischer Naturgesetze vorgegeben ist.
An die Stelle des einen großen Narrativs mit dem einen absoluten Gut tritt Fragmentierung in Form einer Mehrzahl kleiner Narrative, die jeweils ein partielles Gut postulieren, wie Gesundheitsschutz, Klimaschutz, Minderheitenschutz.
Das macht den postmodernen Totalitarismus so gefährlich: Er ist wie eine Hydra. Wenn man einen Kopf abgeschlagen hat – wie die Inszenierung der Corona-Krise zu entlarven -, taucht sogleich ein neuer Kopf auf, wie zum Beispiel die Inszenzierung der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderungen als lebensbedrohliche Klimakrise.“
Michael Esfeld (Selbstbestimmt – Jetzt)



